Lehrgang „Handlungsfeld Mehrsprachigkeit in Elementar- und Primarstufe“ (15 EC) an PH Wien

23. August 2018

Im Wintersemester 2018/19 startet ein neuer Lehrgang (Studienkennzahl 710836) an der PH Wien, der zwei Studienjahre dauert.  Der Lehrgang ist eine Weiterqualifizierung für Pädagoginnen und Pädagogen in der Elementarstufe und Primarstufe mit Blick auf Bildung in der Migrationsgesellschaft: Mehrsprachige Kinder in ihrem Selbstbild unterstützen, Lernsettings für sie aufbereiten und diese Kinder für Übergänge („Elternhaus“-Krippe/Kindergarten; Kindergarten-Volksschule) vorzubereiten und optimal zu begleiten. Wir können bereits die voraussichtlichen Termine für das erste Studienjahr und die vorgesehenen LV-Leiterinnen und – leiter kurz vorstellen.

Zielgruppen für den Lehrgang sind Lehrer und Lehrerinnen der Primarstufe, ferner Lehrkräfte für muttersprachlichen Unterricht im Primarstufenbereich mit nachgewiesener Aus- und Weiterbildung sowie ausgebildete Pädagoginnen und Pädagogen im Elementarstufenbereich, nachgewiesen durch die Befähigungsprüfung an Bildungsanstalten für Kindergärtnerinnen und Kindergärtner bzw. die Reife- und Diplomprüfung an Bildungsanstalten für Kindergartenpädagogik oder Bildungsanstalten für Elementarpädagogik sowie der entsprechenden Kollegform.

Hier finden Sie das Curriculum des Lehrgangs: Curriculum

Zwei Studienjahre:

Erstes Studienjahr: 2018/19, (Oktober 2018 – Juni 2019)

Zweites Studienjahr: 2019/20, (Oktober 2019 – Juni 2020)

Zu den Seminaren gibt es begleitend in beiden Studienjahren eine “Reflektierte Praxis”: Pädagoginnen und Pädagogen der Elementarstufe treffen auf Pädagoginnen und Pädagogen der Primarstufe. Sie bilden Tandems. Sie hospitieren jeweils gegenseitig in den anderen Institutionen, wenn Lernsettings aus dem Lehrgang ausprobiert werden: Pädagoginnen und Pädagogen der Elementarstufe leiten pädagogische Settings an ihrem Standort der Elementarstufe an; Pädagoginnen und Pädaogen der Primarstufe leiten pädagogische Settings an ihrem Standort der Primarstufe an. Betreut werden Sie von Praxisberatern und Praxisberaterinnen der Wiener Kinderfreunde und der PH Wien, die ggf. bei diesen Durchführungen ebenfalls vor Ort sind und diese wertschätzend begleiten, kommentieren, und mit den Pädagoginnen und Pädagogen der Standorte reflektieren.

Die Lehrgangsleitung übernehmen Prof. Mag.Isabel Amberg und Prof. Mag. Dr. Rainer Hawlik. Wenden Sie sich bei Fragen bitte an isabel.amberg@phwien.ac.at

Termine im Studienjahr 2019/20

Die Termine 7-12 werden spätestens im Mai 2019 festgelegt. Inhaltlich wird die Lehrgangsleitung und die “BIG”-Projektleitung nach einer Evaluierung mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern besprechen, welche Inhalte zielführend für ihre weitere Ausbildung in diesem Bereich sind.

Voraussichtliche Termine im Studienjahr 2018/19

  1. Termin, Thema: Vorstellung des Lehrgangs

 

12./13. Oktober 2018

 

Freitag, 12.10. 2018, 15:50 – 18.10 Uhr

Samstag, 13.10, 08:45 – 12.05 Uhr

 

Einleitende Worte spricht Institutsleiter Walter Swoboda (PH Wien). Vorstellung des Lehrgangs durch die Partner des Projekts “BIG”: Gudrun Jauk, Romy Höltzer, (Stadtschulrat für Wien), Karin Steiner, Iren Komenda (Kinderfreunde Wien) sowie Isabel Amberg, Elisabeth Furch, Rainer Hawlik (PH Wien).  Am Samstag wird die Reflektierten Praxis zum Thema gemacht: Anwesend sind neben Rainer Hawlik (PH Wien) das Team der Praxisbetreuung bestehend aus Katharina Mittlböck (PH Wien/Elementarstufe), Isabel Amberg (PH Wien/Primarstufe), Romy Höltzer (Stadtschulrat für Wien/Primarstufe) und Iren Komenda (Wiener Kinderfreunde/Elementarstufe).

 

  1. Termin, Thema: Entwicklung und Unterstützung gegebener Mehrsprachigkeit

 

23./24. November 2018

 

Freitag, 23.11., 15:50 – 18.10

Samstag, 24.11., 8:45 – 12.05 und 13:15-15:35

 

Biografie des LV-Leiters

Ao. Univ. Prof.  Dr. Georg Gombos hat das Studium der Anglistik, Romanistik und Pädagogik an den Universitäten in Wien und Klagenfurt abgeschlossen. Er ist nun am Institut für Erziehungswissenschaft und Bildungsforschung der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt mit den Arbeitsschwerpunkten Interkulturelle Bildung und Mehrsprachigkeit tätig.

 

  1. Termin, Thema: Entwicklung und Unterstützung gegebener Mehrsprachigkeit

 

25./26. Januar 2019

 

Freitag, 25.01.2019, 15:50 – 18.10 Uhr

Samstag, 26.01.2019, 08:45 – 12.05 Uhr und 13:15-15:35 Uhr

 

Biografien der LV-Leiterinnen

OstR HS-Prof. Mag.a Dr.in Elisabeth Furch ist seit mehr als zwei Jahrzehnten in der Lehrerinnen- und Lehrerausbildung an der PH Wien tätig. Sie ist Leiterin der von ihr gegründeten Ko.M.M.M. (Kompetenzstelle für Mehrsprachigkeit, Migration und Menschenrechtsbildung) und hat verschiedene Workshops zur Mehrsprachigkeit im Europarat durchgeführt und an mehreren europäischen Wissenschaftsprojekten in diesem Bereich (Amuse, Cane) federführend mitgewirkt.

 

MMMag.a Livia Madl spricht Ungarisch als Erstsprache, hat Germanistik studiert und hat als Dramapädagogin, ausgebildete Germanistin, Sprachtrainerin, Buchautorin und Referentin des Goethe-Instituts und Klett-Verlags ihre Erfahrungen gesammelt. Ihre Expertise liegt im didaktisch-methodischen Gesamtkonzept in der sprachlichen Bildung in Erst- und Zweitsprache für Kinder im Vorschulalter mittels Theater und Dramatisierung sowie spielerischen Aktivitäten.

 

Gabriela Kernstock, BA leitet seit 2011 Standort 1160, Haberlgasse 76, nahe dem Brunnenmarkt und Yppenplatz, einem Stadtteil, der sich durch reiche Diversität der BewohnerInnen auszeichnet. 2014 bis 2017 studierte sie „Sozialmanagement in der Elementarpädagogik“ an der FH Wien.

 

  1. Termin, Thema: Teilhabe und Anerkennung

 

01./02. März 2019

 

Freitag, 01.03.2018, 15:50 – 18.10

Samstag, 02.03.2018, 08:45 – 12.05 und 13:15-15:35

 

Biografie der LV-Leiterin

 

Mag.a Zwetelina Ortega, Sprach- und Literaturwissenschaftlerin, Autorin und Expertin für Mehrsprachigkeit. Gründerin des Bildungs- und Beratungszentrums Linguamulti, Beratung, Seminare und Fachvorträge zu mehrsprachiger Erziehung in der Elementarpädagogik, im Schulkontext und in der Familie, Fachdidaktik, Sprachentwicklung und -erwerb etc., Lektorin an der Universität Wien, leitet Fortbildungen unter anderem an der Pädagogischen Hochschule Wien und am Landesinstitut für Schule in Bremen usw. War Gründungsgeschäftsführerin des Vereins „Wirtschaft für Integration“. Bei derstandard.at bloggt sie über gelebte Mehrsprachigkeit: derstandard.at/r2000023362091/Blog-Linguamulti. Zwetelina Ortega ist dreisprachig mit Deutsch, Bulgarisch und Spanisch aufgewachsen und ist Mutter von zwei Kindern, die sie mehrsprachig großzieht.

 

  1. Termin, Thema: Teilhabe und Anerkennung

 

05./06. April 2019

 

Freitag, 05.04.2018, 15:50 – 18.10 Uhr

Samstag, 06.04.2018, 08:45 – 12.05 und 13:15-15:35 Uhr

 

Biografien der LV-Leiterinnen

Mag.a Doris Englisch-Stölner ist Volksschullehrerin, Ethnologin und seit mehreren Jahren Mitarbeiterin im Sprachförderzentrum Wien, Referat 4 des Stadtschulrates für Wien, für den Bereich Primarstufe; externe Lektorin am Institut für Kultur- und Sozialanthropologie der Universität Wien, Referentin an der PH Wien; Themenschwerpunkt: Interkulturalität und Deutsch als Zweitsprache in der Schule.

Susanne Lemmerer, BEd hat das Lehramt für Volksschule abgeschlossen, nachdem sie zur Elementarstufenpädagogin an einer BAKIP ausgebildet wurde und 4 Jahre lang in öffentlichen und privaten Kindergärten in Wien tätig war. Sie hat im Frühjahr 2016 eine der wenigen „Neu-in-Wien“-Klassen als klassenführende Lehrerin geleitet, in der sich ausschließlich schulpflichtige, nun mehrsprachig aufwachsende Kinder mit Fluchterfahrung einfanden. Sie arbeitet gegenwärtig als Volksschullehrerin in Wien und studiert nebenbei an der Universität Wien für den Master DaF/DaZ. Vortragstätigkeit für die PH Wien in Lehrgängen und seminaristischen Fortbildungen, Workshopleitungen für das Sprachförderzentrum Wien.

Mag.a Dr.in Hildegard Hefel hat das Lehramt für Französisch und Spanisch abgeschlossen und Abschlüsse bei zahlreichen weiterbildenden Lehrgängen erzielt, darunter „Globales Lernen“, „Bildungsmanagement“ und „Diversitätskompetenz“. Sie arbeitet seit 2003 als Bildungsreferentin bei BAOBAB. Ihre Aufgabenbereiche umfassen u.a. die Erstellung von Bildungsmaterialien und die Konzeption sowie Durchführung von Workshops.

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  1. Termin, Thema: Teilhabe und Anerkennung

17./18. Mai 2019

 

Freitag, 17.05.2019, 15:50 – 18.10 Uhr

Samstag, 18.05.2019, 08:45 – 12.05 und 13:15 – 15:35 Uhr

 

Biografie der LV-Leiterin

Mag.a Elisabeth Allgäuer-Hackl arbeitet derzeit in der Pädagoginnen- und Pädagogenfortbildung zum Thema Mehrsprachigkeit sowie bei der Projektstelle “okay.zusammen leben” (Programmschiene mehr Sprache und Unterstützung des Deutscherwerbs von Flüchtlingen und Migrantinnen sowie Migranten). Während mehrerer Semester unterrichtete sie zur Mehrsprachigkeitsdidaktik in Theorie und Praxis an der Universität Innsbruck. Im November 2017 schloss sie ihre Dissertation zur Entwicklung von mehrsprachigem Bewusstsein bei Schülerinnen ab. Sie war in die Konzeption, den Aufbau und die Leitung von Sprachenkompetenzzentren (z.B. SpEAK am PI Feldkirch, Sprachenzentrum der VHS Götzis) involviert, hat bei mehreren Comenius- und Erasmus-Projekten mitgewirkt und hat langjährige Erfahrung als Fremdsprachenlehrerin.

 

Lehrgangsleitung:

Prof. Mag. Isabel Amberg arbeitet als Lehrer*innenausbildnerin an der Pädagogischen Hochschule Wien & Universität Wien. Zuvor war sie als Sonderpädagogin in der Primar- und Sekundarstufe an verschiedenen Schulen in Wien tätig. Wissenschaftliche Mitarbeiterin der Ko.M.M.M. (kommm.phwien.ac.at) und Studiengangsberaterin im Bereich Inklusion/Sonderpädagogik am Institut für übergreifende Bildungsschwerpunkte (IBS).

Prof. Mag. Dr. Rainer Hawlik, BEd arbeitet als Lehrer*innenausbildner an der Pädagogischen Hochschule Wien & Universität Wien, zuvor als Primarstufenlehrer in Wien-Leopoldstadt. Promovierte 2005 an der Universität Wien im Fach Komparatistik. Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Ko.M.M.M. (kommm.phwien.ac.at), Koordinator von internat. ERASMUS+ Projekten der PH Wien, Co-Lehrgangsleiter, z.B. auch für „Muttersprachlicher Unterricht: Erstsprachen unterrichten im Kontext von Migration“(bundesweit).

 

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